Reiseberichte

 

Momentan könnt ihr die Reiseberichte von Ansgar und Nikitas lesen. In Zukunft werden noch weitere Reisende folgen, die ihre Geschichte mit euch teilen möchten!


Ansgar

Nikitas



Logbuch IV

Von Granada der Hippihauptstadt Europas

Die erste Nacht in Granada verbringe ich im Hostel. Wie schon zuvor ist es wirklich schwierig so kurzfristig eine Couchsurfing-Möglichkeit zu finden. Eine Nacht ist jedoch zu verkraften und am nächsten Tag würde ich mich nach einer Alternative umsehen. Im Zimmer treffe ich einen verrückten Niederländer, der mir später im Frühstücksraum vor versammelter Runde unterstellt ein Trump Sympathisant zu sein. Aus irgendeinem Grund findet er Gefallen daran die Grenze des Witzes zu überschreiten und aus einem guten Gespräch, welches wir zuvor führten, wird in kürzester Zeit eine unbequeme Situation. Aber ich treffe auch auf Ruprecht aus Deutschland der mit seinem Fahrrad auf dem Weg in die Sahara ist! Dieses ambitiöse Idee gefällt mir gut und ich würde gern mehr erfahren, doch sowohl er als auch ich haben Pläne für den Tag und so wünschen wir uns gegenseitig eine gute Weiterreise. Ich werde dann wohl auf seinem Blog von den Abenteurern lesen, den er aber noch nicht angefangen hat.

Ich hinterlasse meinen Rucksack im Hostel und erkunde die unmittelbare Innenstadt. Dabei finde ich einen Weg in das teils trockene Flussbett. Eine ganze Weile laufe ich darin bis fast zum Stadtrand in Richtung der schneebedecktes Gebirge, auf Spanisch Sierra Nevada. Diese bilden im mächtigen Massiv das Rückgrat dieser Stadt. In Almeria reichen dessen Steilhänge sogar bis an die Mittelmeerküste. Wintersportler finden im Sierra Nevada  Europas wahrscheinlich südlichstes Skigebiet und auch Wanderer und Mountainbiker sind hier im Paradies. Außerdem befinden sich unter den Gipfeln etliche Dreitausender!


Auf dem Weg zurück ins Zentrum gehe ich auf zwei, offenkundig, Reisende zu und unterhalte mich mit ihnen. Agy, die ursprünglich aus Estland kommt und seit einigen Monaten unterwegs ist und Ireneuz, der ihr vor ein paar Tagen begegnet war, und außerdem seinen Hund Dragon bei sich hat, stammt aus Polen. Ich erzähle ihnen, dass ich von einem anarchistischen Nachbarschafts-Treff in einem der am längsten besetzen Orte Spaniens gehört habe (seit 1990) und gerade auf dem Weg dorthin sei. Sie beschließen mit mir zu gehen, denn auch sie haben noch keinen Platz für die Nacht.

Nachdem wir dort zwar herzlich aufgenommen werden, wird allerdings schnell klar, dass eine Übernachtung dort leider nicht möglich ist. So lernen wir jedoch ein paar Leute kennen, die sich versammelt haben um zusammen ein paar Zirkusaktivitäten zu üben. Und kochen dürfen wir dort auch!

Meine beiden neuen Weggefährten haben schon von den Höhlen Granadas gehört, welche auch durch weitere Informationen der Menschen dort im Squat (Hausbesetzung), zu unserem nächsten Ziel werden. Nachdem also auch ich mit meinem vollen Gepäck beladen bin, machen wir uns auf den Weg und landen nach einer Weile im alternativen Albaicín, dem Hippi-Viertel. Nach dem wir mit einer freundlichen Straßenmusikerin unsere Optionen evaluiert hatten wollen wir bei einem sehr bekannten Treff versuchen jemanden zu finden, der sich bei den Höhlen auskennt.

Auf magische Weise begegnen wir kurz darauf in einer vollen, bunten Straße Rybi, der uns mitnimmt. Er wohnt mit einem Freund in einer der besagten Höhlen neben vielen anderen tollen Menschen. Er war gerade mit seinem Einrad unterwegs gewesen, um noch etwas zu erledigen, entscheidet dann aber uns direkt zu helfen.

Wow, was für ein Glück wir doch haben! Da es auch schon sehr spät ist, sind wir sichtlich erleichtert. So folgen wir ihm stetig auf der Straße, die aus der Stadt heraus führt, Richtung Wald.

Nachdem er sich im Englischen wieder aufgewärmt hat, hier spricht er nämlich entweder seine Muttersprache Französisch oder eben Spanisch, können wir auch gut miteinander kommunizieren. Er kommt aus Belgien und verbringt zusammen mit ein paar Freunden den Winter hier in Südspanien. Einige von ihnen lernen wir direkt kennen, als wir in der ersten Höhle ankommen. Wir bekommen Tee und Essen angeboten und verbringen in ihrem gemütlichen Heim eine ganze Weile im Gespräch.

Kurz vor Mitternacht gehen wir dann noch ein Stück weiter ins Tal, zu Rybis Höhle. Er möchte uns freundlicherweise Weise bei sich unterbringen. Wie auch schon zuvor sagt er auf lässige Weise wir hätten es bald geschafft, nur noch ein paar Minuten Weg lägen vor uns. Mit einem Mal fühle ich mich einem Hobbit gleich, der sich ordentlich mit Gepäck beladen, mühevoll durchs Auenland der Tolkien-Werke quält. Aber es ist wunderschön! Die kleinen Höhleneingänge links und rechts am Wegesrand wirken friedlich.


Die Idylle können wir in vollem Maße erst am nächsten Morgen bestaunen, als wir bestens ausgeschlafen aus der Höhle treten. Wir lernen die anderen Bewohner nach und nach kennen, unter anderem treffen wir die Straßenmusikerin vom Vorabend wieder(!), und fühlen uns wirklich wohl hier. Sogar so sehr, dass wir, mit der Einverständnis der Menschen die hier leben, entscheiden für einige Zeit zu bleiben! Ireneuz, der schon ein einige Jahre auf Reisen ist, beschließt sogar nach ein paar Tagen, hier in Granada zu überwintern und wird sich in einer der freien Höhlen einrichten, und das obwohl er gewöhnlich nicht soweit vorausplant.

 

Für mich ist klar, dass ich nicht allzu lange bleiben werde, aber dennoch ist es mir wichtig, diesen Ort etwas genauer wahrzunehmen. Mir gefällt die Dualität des Lebens in der Natur, und der Nähe zur Stadt, in der wir Einkaufen, Wasser holen, Duschen können. Es herrscht eine angenehme Atmosphäre in der Community, in welcher wir uns angeregt unterhalten, schweigen oder Musik machen können, zusammen Kochen oder gemeinsam am weiteren Ausbau der Höhlen arbeiten. Seit unserer zweiten Nacht hier habe ich in einer der leerstehenden Höhlen im Hang mein Lager errichtet und fühle mich sehr wohl darin. Es ist wirklich ein schöner Ort, um mich für eine Weile auf das Wesentliche zu besinnen und interessante Leute kennen zu lernen. Tagsüber bin ich oftmals in der Stadt unterwegs oder aber verbringe Mal einen Tag mit meinem Buch auf dem sonnigen Berghang, je nach Lust und Laune.

 

Aus Respekt zu meinen Mitmenschen, die in den Höhlen für einige Zeit lang ihr Zuhause gefunden haben, hole ich meine Kamera nur sehr selten hervor, um einen besonderen Moment einzufangen. So wird dieses einmalige Erlebnis weitestgehend in meiner Erinnerung am Leben bleiben. Nähere Details werde ich auch nur im Persönlichen berichten.

Zwischendurch huscht immer mal ein Gedanke durch meinen Kopf, wie die Reise weitergehen könnte, doch wirklich planen werde ich auch weiterhin nicht. Zum Jahreswechsel könnte ich also bereits aus Spanien ausgereist sein oder aber mich noch auf einer Tour durch Andalusien befinden.

Im nächsten Logbuch erzähle ich euch, eventuell auch noch mit einigen Bildern, etwas mehr über die siebeneinhalb-hundert Meter über dem Meeresspiegel liegende, mit arabischen Einflüssen versetzte, andalusische Stadt Granada. 


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Logbuch III

Eine Woche Valencia und Schritte Richtung Sierra Nevada

Valencia, eine wirklich schöne Stadt an der Mittelmeer-Küste Spaniens, zeigt sich mir während meiner Woche dort von den unterschiedlichsten Seiten. Ich passe mich dem spürbar entspanntem Puls der Stadt an und überstürze dabei nichts. Ich erkunde den im ehemaligen Flussbett angelegten Park, welcher als grüner Gürtel durch die ganze Stadt mäandert. Dort finden sich etliche Spielplätze, Sportanlagen, Museen und dergleichen! Ein wirklich breites Angebot für alle, innerhalb der drittgrößten Stadt Spaniens. Es besteht die Möglichkeit, kilometerlang ungestört zu laufen. Zum Zwecke des Sports sind in regelmäßigen Abständen auf einem bestimmten Weg Entfernungstafeln eingerichtet und Trinkbrunnen.

Weiterhin befindet sich Richtung Ende der Parkanlage, fast schon am Hafen, die sogenannte „City of Science“, ein kultureller Unterhaltungskomplex, bestehend aus monumentalen Bauten, der Architekten Santiago Calatrava und Félix Candela. In einem der Gebäude finden zum Beispiel ein Planetarium, Laserium, Museen und ein großes Kino Platz. In einem anderen gibt es das Ozeanographische Aquarium zu betrachten.

Das Gesamtbild wirkt zwar fast ein bisschen überhäuft, als wollte man der Stadt zwangsweise ein Wahrzeichen verpassen, doch im Einzelnen beeindrucken mich die Bauwerke, unter denen sich auch eine majestätische Brücke befindet, ohne Frage!


Bevor ich mich von Benji und den Mädchen am Abend verabschiede, erzähle ich ihnen noch von der Dach-Terrasse, die ich in ihrem Haus entdeckt habe, von der aber keiner der Bewohner aus der WG im 2. Stock etwas wusste. Sie hatten sich schlicht noch nicht für die oberen Stockwerke interessiert, sind nun aber um einen neuen Platz zum Chillen reicher. Mich hatte der alte Aufzug zu einer kleinen Entdeckungstour gereizt und ehrlich gesagt hielt ich auch schon nach einer Tür oder Luke Ausschau. Die Spanier nutzen nämlich häufig die Fläche des Daches zum Sitzen, Wäsche aufhängen oder als Stauraum, gerade in den Städten, wo der Platz knapp bemessen ist.

 

Die Taxifahrer streiken in der Stadt, zumindest einige. Und vorbeifahrende, die sich einen Ausfall nicht leisten können, hupen zustimmend. Sie demonstrieren gegen die Ungerechtigkeit, die ihnen gegenüber neuen, riesigen Unternehmen, wie „Uber“ und „Cabify“, zuteil wird. Diese zahlen laut ihnen nicht ansatzweise so viel wie die traditionellen Einzelunternehmer. Hierbei beläuft es sich auf Steuern und möglicherweise Platzgebühren, die für sie sehr hoch sind.

Im Zentrum bestaune ich noch die große Markthalle, in der vorwiegend frische Köstlichkeiten zum Verkauf stehen, aber auch Nüsse, Gewürze und Wein. Und ich erklimme eine Wehranlage aus dem Mittelalter, die für ein faires Eintrittsgeld ihre historischen Mauern öffnet und von ganz oben einen einmaligen Ausblick freigibt.


Der erste Regen fällt, seit dem Anfang meiner Reise. Das ist hier wohl auch dringend nötig, denn es hat bereits seit mehr als einem Monat nicht geregnet. Dennoch habe ich das nasse Wetter nicht vermisst, welches ich seit dem Anfang meiner Reise hinter mir gelassen hatte.

An jenem Abend habe ich mich mit Pau, meinem Gastgeber, während meiner letzten Tage in Valencia, in einer Bar verabredet. Dort ist es sehr gemütlich, wir stoßen mit besonderem Bier an und essen hausgemachtes Omelette. Es kommt noch eine Freundin von ihm dazu, die gerade von einer Südost-Asien Reise zurück kommt, und auch bei ihm übernachten wird. In der Bar begegnet mir noch ein Belgier namens Stephan.Wir unterhalten uns kurz, unter anderem über gemeinsame und unterschiedliche Bedeutungen von Redewendungen im Deutschen, beziehungsweise Flämischen. Eine Sache findet er ganz besonders lustig und berichtet es direkt einem langjährigen Musikerkumpel am Telefon, den er oftmals nur wegen eines Witzes anbellt. Bellen steht im Flämischen nämlich für anrufen! :)

Als wir uns dann zu dritt auf den Heimweg begeben, stelle ich mir schon vor, wie meine erste Nacht auf einem Boot sein würde. Pau hatte nämlich ein kleines Segelboot, welches hier in Valencia gut versorgt im Hafen liegt, vor einem Monat erstanden und wohnt nun darin. Im Inneren liegen einige Werkzeuge, mit denen er das Boot repariert. Es ist wirklich klein und schön, wir finden alle gut Platz. Ich bekomme sogar eine eigene Kajüte zur Verfügung gestellt! Ganz in der Spitze des Boots schaukeln mich dann die Wellen und das Trommeln des Regens in den Schlaf.

 

Der folgende Tag hat im Großen und Ganzen nicht viel mehr als Regen für mich zu bieten. Nagut, ein paar trainierende Zirkusathleten bekomme ich auch noch zu Gesicht und beobachte einige Zeit lang gespannt ihr Können.

Später bin ich am Strand, überbrücke die Siesta der ersten Bibliothek mit einem schlendernden Spaziergang, um darauf, über Umwege durch niedliche urbane Gärten, in die nächste Bibliothek zu flüchten. Dort sitze ich noch eine Weile und lese, bis auch diese schließt. Langsam begebe ich mich zurück zum Boot, kaufe unterwegs noch ein und genieße für einen Augenblick, von einer Anhöhe aus, den Blick über den nächtlichen Hafen.

Pau erlaubt mir, sowohl an diesem Abend, als auch am folgenden Tag, das Boot zu betreten und zu verlassen wie es mir passt. Dieses entgegengebrachte Vertrauen schätze ich sehr und bin ihm für dieses einzigartige Erlebnis insgesamt enorm dankbar!

 

Der nächste Tag stellt sich als geradezu unerfolgreich heraus, da es mir nicht gelingt, per Anhalter die Stadt zu verlassen. So beschließe ich zähneknirschend, es erst am nächsten Morgen, ausgeruht, wieder aufzunehmen. In dieser Nacht kampiere ich hinter einem heruntergekommen und vermüllten Haus, in einer verarmten Gegend. Aber wer hätte gedacht, dass ich inmitten einer solchen Großstadt den perfekten Platz zum übernachten finde! Kleinbauern haben dort ihre Felder und Hütten und die etlichen „Müllpiraten“ der Stadt ihre Lager. Das soll bitte in keiner Weise abwertend klingen. Es gibt einfach viele, die mit einem Fahrrad oder einem Einkaufswagen in der Stadt auf Rohstoff-Suche unterwegs sind, um sich dadurch dann ein paar Groschen zu verdienen. Ich habe schon die skurrilsten Dinge auf ihren Transportmitteln entdeckt, wie zum Beispiel die Rahmen alter Zugfenster, fette Bücher oder Gerüst-Material, einfach alles. Dies war mir auch in Barcelona aufgefallen.


Als mich meine nächsten Mitfahrgelegenheiten, durch einen Mann aus Mali und anschließend einer Studentin aus Bolivien, an einem Nachmittag bis Murcia bringen, habe ich die Reise, nach gut einer Woche, wieder aufgenommen. In Murcia darf ich bei Maike, einer Medizin Studentin aus Dresden unterkommen, die sich selbst am nächsten Morgen auf Reisen begibt.

Im Laufen sehe ich am nächsten Vormittag sogar noch etwas von der Stadt, betrachte es allerdings eher als einen wirklich schönen Zwischenstopp. Heute steht Granada auf meinem Schild. Schon viel habe ich von dieser Stadt gehört. Mein Besuch dort hat allerdings noch etwas Zeit.

Unterwegs treffe ich Pedro und Marina, die mich ein Stück mitnehmen wollen. Bei ihnen darf ich dann sogar zelten. Marina lebt mit ihrer Familie und Pedro, den sie schon viele Jahre lang kennt, in einem Höhlenhaus. Zwar haben sie von ihrem Zimmer aus eine wundervolle Aussicht auf das Flussbett und den Berg mit der Burg, doch liegt auch ein Teil der Wohnung im dunklen Hang. Die Küche und einige Räume können nur durch elektrisches Licht erleuchtet werden. Apropos Elektrizität, als am Abend der Strom mehrere Male ausfällt, klärt mich Marinas Onkel lachend auf: „typisch Spanien“. Denn wird das festgelegte Limit überschritten, springt einfach die Sicherung heraus, ein interessantes Erlebnis. Natürlich ist der Strom wichtig für die Menschen hier wie anderorts auch, als viert teuerstes Land für Strom in Europa allerdings, gilt es in Spanien sparsam damit umzugehen. Geheizt wird mit kleinen portablen Gasöfen, die mit handelsüblichen, Tanks betrieben werden.

 

Am Abend feiert Marina in der „besten Bar“ des Dorfes in ihren Geburtstag hinein. Ihr sehr sympathischer Freundeskreis sorgt für gute Stimmung, viele fragen mich unter anderem nach meiner Reise und es wird fleißig eingeschenkt. Das erste Mal erlebe ich es, der Einzige zu sein der weder viel spanisch versteht, noch dieses beherrscht, denn auch ein Argentinier, der sich mit mir zu verständigen versucht, spricht quasi nur Spanisch. Aber Englisch sprechen zum Glück dennoch viele, doch nicht alle trauen sich. Mir wird vermittelt, dass es hier die besten Menschen gäbe und so keine andere spanische Stadt mehr besuchen müsse. 

Die Leute meinen es gut und es findet sich direkt noch jemand, der mich am Montag bis nach Granada mitnehmen wird! Benitez arbeitet dort und kommt nur am Wochenende in sein Heimatdorf Puerto Lumbreras. Dessen Bedeutung, grob übersetzt, Hafen und Schläue entspricht. Beides sei in Puerto Lumbreras nicht zu finden, sagt er mir im Spass. 

Zuvor hatte ich die Zeit des Sonnenuntergangs auf einem Berghang, über dem Dorf, verbracht. Von dort aus hatte ich gute Sicht, unter anderem über das gigantische ausgetrocknete Flussbett, welches zuletzt vor knapp fünf Jahren zum letzten Mal Wasser geführt hatte. Es ist schlicht eine sehr trockene Gegend, in der es auch nur äußerst selten zu Regen, geschweige denn Schnee kommt. Kalt wird es dennoch ziemlich, in der Nacht sinkt die Temperatur auf ca. 1° C, doch in meinem Schlafsack habe ich es warm!

 

Es ist Wochenende und ich nutze den Sonntag Vormittag zum Waschen meiner Kleidung. In der Mittagssonne ist diese auch im Nu getrocknet, wirklich erstaunlich! Tagsüber wird es hier in der bergigen Region zurzeit nämlich immerhin 12° C. In aller Frühe baue ich mein Lager ab, packe meinen Rucksack und verabschiede mich von Marina und Pedro, die mich so liebevoll in ihrem Zuhause aufgenommen hatten. Später werden sie zur Arbeit fahren, die Olivenernte steht an. Bis zum Ende der Woche möchte Pedro noch 500kg einbringen, da der Mindestbetrag für die Ölmühle 800kg beträgt.


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Leben und Alltag in Australien

In meinem zweiten Eintrag für diesen Blog, welchen ich an einem meiner selten freien Tage

schreibe, während der Ventilator in meinem Zimmer das derartig aride Klima von 30° C halbwegs erträglich macht, möchte ich etwas ausführlicher auf meine derzeitige Situation

eingehen. Während der erste Eintrag als Einleitung und Momentaufnahme zu verstehen ist, soll

dieser nun einen kleinen Einblick in mein Leben in Sydney geben. 

  

Ich bin nach mittlerweile 6 Wochen, wobei ich mir bei der Länge meines Aufenthaltes nicht so

sicher bin, man verliert hier sehr schnell das Zeitgefühl, sehr gut angekommen und habe mich

ohne Probleme eingelebt. 

 

Ich nächtige immer noch im gleichen Hostel, die Tage kommen und gehen, sowie auch neue

Bekanntschaften und Menschen. Vor einigen Tagen musste ich mich von einem guten Freund

verabschieden, ein Engländer mit typisch englischem Humor und interessanter Persönlichkeit. Er

lebt das Leben eines digitalen Nomaden, sein Computer ist sein mobiler Arbeitsplatz, was ihm

eine seltene, einzigartige Freiheit verschafft. Mit James habe ich ungefähr 3-4

Wochen zusammen in einem 10-Personen Zimmer gelebt. Der Abschied war dennoch ertragbar,

wir sehen uns in Asien wieder. 


Und ja, es ist so verrückt wie es klingt, das Leben zu zehnt in einem Raum. Mir sind in diesem

Zimmer einige der verrücktesten Erlebnisse meines Lebens passiert. Von mastubierenden

Zimmergenossen(nein, das war keine schöne Erfahrung) hin zu einer weißen Familie mit einem

schwarzen Kind, welches von ihnen regelmäßig regelrecht angekettet wurde an Gegenständen in

ihrer Nähe wie zum Beispiel dem Ofen in der Küche bis zu einem Inder, welcher nur eine Nacht in

unserem Zimmer verbrachte und sich doch für immer in unsere Gedächtnisse eingebrannt hat.

Aus irgendeinem Grund trug er in aller Öffentlichkeit einen rosa- gelben String, eine von denen mit

so wenig bedeckendem Material wie möglich. Die meiste Zeit trug er nichts weiter als die etwas

spezielle Unterwäsche. Es bedeutete auch kein Problem für ihn, sich zwecks dessen nackt vor

uns zu entblößen um ebendiesen String anzuziehen. Er lief sogar nur mit String durch das ganze

Hostel zur Rezeption auf der anderen Seite des Flurs. Und als er nach einer Nacht das Hostel

verließ, nahm er alles mit, bis auf den besagten String. Den fanden wir am gleichen Tag vorbildlich

aufgehangen am Kleiderständer. Als Abschiedsgeschenk vermutlich. 


Ich habe nach kurzer, aber stressvoller Jobsuche einen wirklich tollen Job gefunden. Ich bin bei

einer Cateringfirma als Delivery driver und Event staff angestellt. Die Arbeitsatmosphäre ist super,

was essenziell Ist für den kollektiven Erfolg und für meine Motivation! 

 

Auch ist die Arbeit sehr abwechslungsreich, da ich mit Firmenautos Essen in ganz Sydney

ausliefere, was zwar oftmals stressig, aber auch sehr spaßig ist. Vor allem die Tatsache, dass

meine Firma hauptsächlich große IT-Unternehmen mit qualitativ hochwertigem Catering beliefert

macht den Job zu einem regelrechten Glücksfall für mich. Viele Backpacker arbeiten auf dem Bau

oder in ähnlichen physisch fördernden Berufen, weshalb das durchaus keine

Selbstverständlichkeit darstellt. Andererseits bin ich als Event staff auf abwechslungsreichen und

oftmals sehr exklusiven Events tätig, beispielsweise Hochzeiten, Firmenfeiern von Unternehmen

wie Snapchat und co. Die Bezahlung ist mit 23-28 Dollar/h je nach Wochentagen- oder

Wochenenden nicht schlecht, wenn auch nicht über dem Durchschnitt. Wer hätte gedacht, dass

ich mal gerne im Stau stehen würde, aber für 23 $/h tut man einiges... 

 


Die Arbeit als Bike Messenger ist hier auch sehr beliebt, ich habe auch schon ein Fahrrad gekauft,

von einem Franzosen der es nicht rechtzeitig verkauft bekam bevor er nach Bali flog, sodass ich

das Fahrrad billig abstauben konnte. Dies eröffnet mir neue Möglichkeiten als Bike Messenger zu

arbeiten, weil ich Fahrrad fahren ohnehin aus Berlin vermisse und die flexiblen Arbeitszeiten sehr

wichtig sind durch die unregelmäßige Natur des Cateringbusiness. 

 

Mein grober Plan ist, bis Ende Januar in Sydney zu arbeiten um Geld zu sparen für drei Monate

Reisen, wie und mit wem weiß ich noch nicht. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten und ich

möchte mir vorerst alle offen halten. 

 

Die freie Zeit in Sydney kann man mit einer Vielzahl unterschiedlicher Aktivitäten gestalten. Hier

gibt es wunderschöne Strände, kostenlose Barbecue-Spots in öffentlichen Parks und jede Menge

gutes Essen aus aller Welt. Vor allem Taiwanische Freunde aus Sydney haben mir gezeigt, wie

originell und unterschiedlich die asiatische Küche sein kann. Ich habe das Gefühl, diese macht oftmals genau das Gegenteil der europäischen Küche in vielen Aspekten der Zubereitung und Verwendung und Nutzung von Zutaten. Und es schmeckt (meistens) gut! 

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Logbuch II

Marseille, Barcelona, Valencia - Durch die Provence nach Spanien.

Aus Lyon zu trampen stellt sich als einfacher heraus, als gedacht. Zwei junge Männer, die gerade auf dem Weg zu einer Baustelle sind, nehmen mich ein gutes Stück mit. Während des nächsten Stopps treffe ich eine nette Tramperin, die aus Marseille kommt und gerade nach Lyon möchte. Sie meint, es sei wirklich einfacher in Richtung Süden mitfahren zu wollen. Da habe ich wirklich Glück. Und nicht nur damit, das Wetter ist perfekt!

Schon am frühen Nachmittag erreiche ich Marseille. Mit meinem Gepäck kann ich mich nur eingeschränkt in der Stadt bewegen und so suche ich mir regelmäßig einen Platz zum Verweilen. Dann folgt normalerweise die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Das ist immer so spontan nicht ganz einfach. In Marseille nimmt mich für die ersten beiden Nächte Rima auf. Sie lebt seit sieben Jahren in der Stadt, und kommt ursprünglich aus Marokko. Sie hatte Informatik und anschließend Logistik studiert, arbeitet nun aber als professionelles Model. Wir verstehen uns direkt sehr gut, obwohl sie einige Jahre älter ist, oder gerade deswegen. Noch am selben Abend treffen wir uns noch mit Leuten aus Spanien, Italien, Russland, Kasachstan und natürlich Frankreich und klappern ein paar Bars ab, in Marseilles alternativem Viertel. Als wir schließlich in einer unterirdischen Karaoke-Bar landen, in der auch gute Stimmung ist, werde ich langsam müde. Dass in dem ohnehin recht kleinen Raum geraucht wird, finde ich unmöglich. Ich freue mich nur noch auf das weiche Bett, welches mich erwartet!

 

Ein neuer Tag beginnt und ich nutze diesen in voller Länge aus, um mir ein Bild von der Stadt zu verschaffen. Auf den Hinweis Fernandos hin, den ich am Abend zuvor traf, und der auch zwischendurch deutsch mit mir sprach, da er zwei Jahre lang in Augsburg gelebt hatte, leihe ich mir ein Stadt-Fahrrad. Dies ist relativ einfach, es wird lediglich eine Kaution vorgemerkt. Weiterhin bleibt das Ganze auch kostenlos, solange die Nutzung eine halbe Stunde nicht überschreitet. So stelle ich mir jedes Mal einen Timer, der mich rechtzeitig daran erinnert, das Fahrrad auszutauschen. Dies klappt super und so bin ich während meiner Zeit in Marseille sehr flott unterwegs und sehe wirklich viel von der Stadt! Dabei führen meine Wege durch die historische Altstadt, an den alten Hafen, zu einem Berg auf dem wieder eine eindrucksvolle Kirche ihren Platz hat, bis hin zum Strand, der sich bis ans äußerste Ende der Stadt und darüber hinaus zieht. In Marseille sehe ich die ersten Palmen, die mir bestätigen, im Süden zu sein und mich dabei noch einmal leichter fühlen lassen.

 

Nach einem wunderbaren Tag an der Küste beschließe ich, nicht mit dem Fahrrad zurück zu fahren. Der Wind hatte zuvor die meiste Arbeit geleistet, der an diesem Tag wirklich enorm ist, und so wäre der Rückweg eine einzige Plackerei. Also stelle ich mich an die Straße, die zurück nach Marseille führt, und halte wie gewohnt meinen Daumen hoch. Plötzlich hält ein Motorrad neben mir an, welchem meine Anfrage vorerst nicht golt, und darauf sitzt Thomas! Ihn hatte ich am Abend zuvor kennengelernt. Als er mich kurzerhand auf sein Motorrad, eine 40-jährige Honda Maschine, einlädt, bin ich vor Freude kaum zu halten. Tatsächlich ist es mein erstes Mal, mit einem Motorrad eine längere Strecke zu fahren.

Durch den Sonnenuntergang bildet sich ein dunkelroter, leuchtender Streifen am Horizont, welcher die bereits dunkle Küste mit einen warmen Akzent unterstreicht. Während wir uns, nach schnellen Kurven durch den zähen Stadtverkehr schlängeln, erzählt mir Thomas, er habe soeben mit den Frauen, aus Peru und Indonesien, einen Kaffee getrunken, die wir auch vom Abend zuvor kannten! Sowohl sie, als auch mich, trifft er an diesem Tag per Zufall wieder! Thomas hatte mich zwar zu einem Radrennen in einer benachbarten Stadt eingeladen, die Pläne hatten sich jedoch geändert und so rechneten wir wirklich nicht damit, uns noch einmal zu begegnen.

 

Im Gleichgewicht zu meinen ereignisreichen Tagen in Marseille, an denen ich mir ausgiebig Zeit alleine nehme, mich umzusehen, ist an den Abenden und Nächten ebenfalls immer etwas los und ich treffe viele interessante Leute!

Für die letzte Übernachtung bietet mir Martina aus Italien, ihre Couch. Sie mag ich auch wirklich gerne und freue mich schon, Ihr einmal in Rom einen Besuch abzustatten.


Ich stelle für mich fest, dass Städte die einen direkten Zugang zum Wasser haben, besonders sympathisch auf mich wirken. Sei es nun das Meer oder ein gewaltiger Fluss. Seit jeher wurden Siedlungen ja bekanntlich am Wasser, der wesentlichen Bedingung für Leben, errichtet.

 

In einem kleinen Ort namens Sausset-les-Pins, nicht weit von Marseille, finde ich Unterschlupf, bevor es richtig "weiter geht". Aber wie es dazu kam!

Es ist bereits dunkel und noch immer bin ich nicht aus Marseille losgekommen. Ein etwas später Aufbruch und sehr unpraktisch gelegene Auswärts-Straßen hatten dazu beigetragen. Ich werde ideenlos, friere, habe schon einige Male Ort und Strategie gewechselt und bin fast dabei umzukehren. Keiner ist bereit mich an diesem Abend mitzunehmen, geschweige denn mitten im Verkehr irgendwo anzuhalten. An einer Ampel spreche ich Patricia an, die mir gegenüber sehr aufgeschlossen ist und mich ohne zu zögern einsteigen lässt. Sie erkundigt sich nach meinem Plan und entscheidet sofort, ihr Gästezimmer für mich bereitzustellen. Zuhause angekommen, essen wir zu Abend, gemeinsam mit Max, ihrem Mann. Sie sind so lieb und behandeln mich fast wie einen ihrer Söhne!

Patricia ist der Meinung, Max spreche besseres Englisch als sie. Wir verständigen uns gut. Beide sind sich einig, dass wir als Europäer etwas gemeinsam haben und sind dabei von der Internationalität, die wir heutzutage erleben dürfen, begeistert. Sie erzählen mir von der niederländischen Freundin ihres Sohnes, der hobbymäßig chinesische Rockbands managt. Und sie wollen, in einigen Jahren, wenn sie dann mehr Zeit haben, auch selber noch viel Reisen!

Mit Max unterhalte ich mich noch über seine Arbeit als Bauingenieur. Sehr spannende, riesige Projekte kommen ständig auf ihn zu und das sogar ohne Internetpräsenz. Er arbeitet seit einiger Zeit lieber selbständig und ist mit seinem Job sehr zufrieden.

 

Am nächsten Morgen verabschiede ich mich von Patricia, die wieder ihrer Arbeit als Assistenzärztin nachgeht und ein wenig später fährt mich Max einige Kilometer aus dem Dorf heraus, an eine gut gelegene Tankstelle. Er wünscht mir eine gute Reise und sieht mich noch in das nächste Auto steigen.

Ein paar Etappen weiter werde ich an einer Mautstation von einem Mann, der ursprünglich aus Algerien kommt mitgenommen. Er gibt an, mich bis Barcelona mitnehmen zu können. Das war mein Ziel für diesen Tag. Nicht lange dauert es, da fühle ich mich in seinem Auto äußerst unwohl. Lässig, rauchend, mit nur einer Hand am Steuer überschreitet er von Zeit zu Zeit die 200 auf dem Tacho. Ein richtiger Raser, einen wie ich ihn bislang nur aus der zurückbleibenden Perspektive erlebt hatte.

Der dröhnende Bass macht das Ganze nicht besser, aber ich stelle mir vor, wie diese Kombination sein Gefühl für das hohe Risiko mindert. Ein ganzes Stück fahren wir hinter einem Polizei-Wagen her, mit diesem Tempo kann ich leben. Kaum zweigt dieser allerdings ab, gilt es einmal mehr den Zeitplan meines Fahrers zu schaffen. Er ist bereits jetzt zu spät. Zwar verfliegt die Zeit nur sehr langsam, doch im Nu sind wir schon in Spanien und ich freue mich schon auf die wärmende Sonne, wenn ich endlich aussteigen darf. Ich lasse mich eine normale Autostunde von Barcelona absetzen. Hätte der Fahrer so feuchte Hände wie ich, oder wäre nur für einen Moment erschrocken oder abgelenkt, so wäre es für uns beide auf der kurvigen, spanischen Straße vorbei gewesen!

 

Nach einer ausgiebigen Mittagspause, in der ich mich von meiner nicht zu leugnenden Panik erholt hatte, nehme ich den Weg nach Barcelona wieder auf. Ich darf bei ein paar netten Leuten mitfahren, die noch genau einen Platz haben. In Barcelona angekommen, kauft mir der Mann, der im Auto neben mir saß, ein Ticket, welches für meinen gesamten Aufenthalt in der Stadt reichen sollte!

Die erste Nacht verbringe ich im Hostel. Es ist interessant, unter anderem lerne ich Leute aus Braunschweig kennen und einen Weltreisenden, aus Argentinien, dessen Reise in Barcelona ein Ende nimmt. Wirklich gut gefällt es mir im Hostel allerdings nicht, und für mich ist so etwas mit Sicherheit auch nur eine Notlösung. Also freue ich mich sehr, die nächsten beiden Nächte bei Alex aus Deutschland unterkommen zu können! Er studiert im Rahmen des Erasmus-Programms ein Trimester lang hier in Barcelona und wird noch bis Weihnachten bleiben.

 

Dass die Stadt die bisher größte auf meiner Reise ist, macht sich bei mir bemerkbar. Alles wirkt ein bisschen anonymer und es ist nicht möglich, nur zu Fuß unterwegs zu sein, und dabei sich noch umzusehen! Zum Glück kann ich mit meinem Ticket die Metro nutzen und fahre auch einmal gegen Abend mit dem Bus auf einen Berg. Dort versammeln sich Abends bei den Ruinen eines Bunkers viele Menschen um den Sonnenuntergang und das Panorama über Barcelona zu genießen. Der Bunker hatte im spanischen Bürgerkrieg seinen Zweck zu erfüllen. Zuvor war ich schon auf einem anderen Hügel gewesen, der mir ebenfalls eine geniale Aussicht bot.

An einem anderen Nachmittag spaziere ich durch den hellen Sand an Barcelonas Strand. Jede Ecke hält jemanden bereit, der einem etwas verkaufen möchte. Oft sind es Getränke, aber auch Massagen oder Accessoires. Ein interessantes Verhalten legen  definitiv auch die Straßenhändler an den Tag, die ihre Ware gekonnt auf einem riesigen Tuch drapieren und sobald die Polizei auftaucht, sie dieses hoch nehmen und sich als enormes Bündel, über die Schulter hängen. So stehen sie dann an Ort und Stelle, bereit loszulaufen und warten die brenzlige Situation ab.

Am letzten Abend nimmt mich Alex zu einer gemütlichen Geburtstagsfeier in eine Bar mit. Das Geburtstagskind und einige ihrer Freunde studieren ebenfalls für eine gewisse Zeit im Ausland. Sogar Gäste aus Deutschland sind anwesend, aber ebenfalls Leute von hier.


Als ich dann entscheide weiterzureisen, fahre ich mit der Metro bis ans Ende der Stadt und werde von dort aus in eine dörfliche Region mit Strand gefahren. Ich Zelte direkt am Wasser und habe seit längerem mal wieder eine schöne Nacht im Freien, alleine.

Es ist Samstag Morgen, nachdem ich zusammengepackt habe, laufe ich los. Ein Polizist grüßt mich und rät mir zur Vorsicht, ganz allgemein. Die Auffahrt, an der ich stehe ist nicht optimal, doch nach einiger Zeit nimmt mich eine Spanierin mit, die mir anbietet mich bis Valencia zu fahren. Dort möchte ich hin! Groß unterhalten können wir uns, aufgrund der Sprachbarriere, während der Fahrt nicht.

In Valencia angekommen, orientiere ich mich kurz und treffe direkt auf Benji aus Hollywood. Nach einem Smalltalk und Nummerntausch gehen wir erst einmal unseres Weges. Später komme ich auf ihn zurück, denn er ist wirklich ein entspannter Zeitgenosse und hatte mir auch direkt einen Schlafplatz angeboten! Er studiert hier für einige Zeit und lebt sehr zentral gelegen, mit ein paar netten Mitbewohnerinnen zusammen. Auf dem Weg zu seinem Apartment begegne ich noch Antje und Dennis, die über Umwege zu Fuß von Bielefeld nach Valencia gelangt sind und hier auf der Straße leben. Ihnen ist unterwegs viel Unglück widerfahren, doch so direkt wirken sie glücklich und scheinen in ihrem Leben alles zu haben, was sie benötigen. Ein Hund, der ihnen „mal kurz“ zum aufpassen gegeben wurde, ist ebenfalls dabei. Sie schenken mir noch eine Tüte Croissants, die sie nicht benötigen, und lassen mich wissen, wo ich sie finden kann, sollte ich während meiner Zeit hier Hilfe benötigen.


Anekdote im Nachtrag: Im ziemlich verzweigten U-Bahn Netz Barcelonas ist es scheinbar besonders gefährlich, während man sich unwissend versucht zu orientieren, Taschendieben zum Opfer zu fallen. Ich hörte von den gewieftesten Tricks, als ich mich mit Alex auf die Bahn wartend unterhielt, als plötzlich, energisch auf mich einredend, ein Mann Ende vierzig auf mich zugelaufen kam, Gesten in Richtung meines Gepäcks machte und mir beweisend ein Zertifikat vors Gesicht hielt, welches bestätigen sollte, dass er der Polizei angehörte. Ungläubig zögerte ich mein Handeln hinaus und suchte den Bahnsteig mit meinen Augen bereits nach einer Fluchtmöglichkeit ab. Sein Hemd hebend offenbarte mir der Mann eine Pistole, die locker im Hosenbund steckte. Ich fühlte mich unwohl, was für eine ungewöhliche Situation! Doch dann halfen die Frauen neben uns dabei, die Lage zu interpretieren. Besagter Mann war tatsächlich ein Polizist, der "undercover" gegen die vielen Verbrechen in der Stadt und eben auch in den Bereichen Metrostationen vorgeht. Er forderte mich dazu auf, meinen Rucksack auf Vollständigkeit zu überprüfen , während die mutmaßlichen Täter, die er im Schlepptau hatte, vehement abstritten in irgendeiner Weise beteiligt zu sein. Mir fehlte nichts, insofern ich dies in der Hektik feststellen konnte und die Situation entspannte sich wieder. So konnte es mit einer freundlichen Warnung im Gedächtnis weiter gehen.


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Logbuch I

Vom Harz bis nach Frankreich

Meine Reise beginnt. Ich laufe aus der Stadt heraus, schwer beladen, was sich direkt bemerkbar macht, komme ich schließlich am Rastplatz an. Von dort aus möchte ich aus Quedlinburg abfahren. Meine erste Mitfahrgelegenheit erlange ich durch einen LKW-Fahrer, der auch an diesem Dienstag, wie an jedem anderen Tag, 30t Sand aus der heimatlichen Sandgrube nach Kassel fährt. Ein Zufall, aber eine Freude beiderseits, die Fahrt nach Göttingen miteinander teilen zu können. Durch einen weiteren Lift gelange ich ins Stadtzentrum und treffe dort Marie und Joscha, die es schon seit einiger Zeit zu besuchen gilt. Ihre Wohnung ist durch und durch ein gemütliches Heim und bietet mir sogar mit eigenem Zimmer den perfekten ersten Schlafplatz!

 

Wieder auf der Straße starte ich den nächsten Tag mit einem Anschwung durch Joscha, der mich zu einer geeigneten Stelle fährt, die es deutlich einfacher für mich gestaltet Richtung Kassel weiter zu trampen, denn dies ist mein Ziel für diesen Mittwoch.

An sich geht alles sehr flott, doch direkt in die Stadt zu kommen stellt sich als sehr schwierig heraus und ich muss lange Zeit warten, bis mich ein netter junger Herr bis ins Stadtinnere fährt. Dort angekommen ist mein erstes Ziel eine Bibliothek, diese werden auf meiner Reise noch so manchen Anlaufpunkt ausmachen, denn sie bietet mir einen warmen Platz zum verweilen. Es ist erst kurz nach Mittag.

 

Mit frischer Energie begebe ich mich auf den Weg, meinen Cousin Tommy zu treffen, bei dem ich die nächsten drei Nächte verbringen werde. Sowohl seine WG als auch die von Paul, den ich ebenfalls während meiner Zeit in Kassel besuche, sind sehr gemütlich und lassen mich besonders aufgehoben fühlen. Diese Freundschaften, die mir in Deutschland noch einen sanften Start ermöglichen, weiß ich sehr zu schätzen, denn nachdem ich in der Nähe von Frankfurt eine recht kalte Nacht im Zelt hinter einer gut gelegenen Raststelle verbringe, führt mich ein interessanter Weg nach Karlsruhe. Dort erlebe ich noch einmal die Geborgenheit einer gemütlichen WG, der von Aike, bevor mich mein Weg am nächsten Tag durch einen glücklichen Umstand bis nach Frankreich führt.

 

Eine in der Schweiz lebende, russische Frau lässt sich an einer Raststätte kurz vor Baden Baden von mir erweichen mich bis Freiburg mitzunehmen, doch ihr Navi führt sie wie von Geisterhand durch Frankreich, was sie nach dessen Angaben schneller Richtung Basel bringen sollte.

Für mich bedeutet es direkt in Frankreich zu landen, ohne größere Umstände. Ihre Tochter im Kindergartenalter und ich verstehen uns gut. Sie ist wirklich süß und darauf aus, sich hinter dem Sitz vor mir zu verstecken.

 

Von einem gewöhnlichen Kreisverkehr, unmittelbar vor der nächsten Autobahn Richtung Mulhouse nimmt mich Nicolas in seinem Citroën auf und bietet mir kurzerhand an in seinem Haus zu übernachten. Wenig später kommen wir in seinem Dorf namens Lautenbach-Zell an. Ich bewundere sein selbst erbautes, bescheidenes Heim. Nicolas kommt mit dem Wesentlichen in diesem Leben aus, und hat meiner Meinung nach eine sehr vertraute Lebensphilosophie, die mich in ihrer Simplizität durchaus fasziniert und mit einer Leichtigkeit in ein spannendes Gespräch führt. Zusammengefasst verbringen wir zwanglos einen gemütlichen Abend, an dem ich so oft eine Frage zu seinem Haus oder dessen Einrichtung einwerfe. Die Pfeifensammlung und das Fliegenfischen gehören, neben dem Haus, in seiner kurz bemessenen Freizeit ebenfalls zu seinen Hobbies.

 

Wir reden auf Deutsch, da Nicolas durch seine Eltern im Elsass die deutsche Sprache gewohnt ist. Wir verständigen uns einwandfrei, es gibt nur vereinzelt Worte, die ich in ihrer Eigenheit nicht zu identifizieren weiß. Die Sprache kommt ihm auch auf seiner Arbeit in Basel zu Gute. Auf dem Weg dorthin, nimmt er mich mit zur nächstgelegenen Ausfahrt in meiner Richtung.

 

Kurz vor sechs stehe ich also bereits auf der Autobahn. Viel zu früh um einerseits in der Dunkelheit gesehen zu werden, aber andererseits um die rationale Entscheidung zu treffen, einen besser gelegenen Punkt anzusteuern. Nach längerer Zeit in der Kälte und ausreichender Blendung der undankbaren Autoscheinwerfer, stapfe ich dann doch los, durch ein suburbanes Wohngebiet, zu einer besser gelegenen Kreuzung.

Als auch dort das Glück nicht auf meiner Seite zu sein scheint, laufe ich noch ein weiteres Stück. Meine Rettung ist schließlich ein Rastafa, der an diesem Morgen bereits tiefenentspannt durch den Stadtverkehr manövriert. Er fährt mich zu einem gut gelegenen Kreisverkehr, welche hier in Frankreich zum trampen wirklich sehr praktisch zu sein scheinen. Auf der Autobahn gibt es längst weniger Rastplätze und Buchten, als in Deutschland.

 

Kurzerhand nimmt mich von dort aus ein Fahrzeugteile-Lieferant mit, der außerdem noch Rosen transportiert und der mich, mit dem Zwischenstopp einer Lieferung, ein gutes Stück weiter bringt. Auch er ist begeistert von meinem Vorhaben, ähnlich wie der Fahrer, der mich am Tag zuvor von Karlsruhe nach Baden Baden gefahren hatte. Hier und da erhalte ich einige Informationen über Portugal, welches ich nach wie vor als mein vorläufiges Ziel angebe. Klar nehme ich aber auch dazu Stellung, kein festes Ziel vor Augen zu haben, um der Spontanität und der Freiheit auf meiner Reise genügend Raum zu geben. Unverändert bin ich der Überzeugung, dass sich alles auf eine Weise entwickeln wird, mit der ich zufrieden sein kann.

Die Ehrlichkeit des Augenblicks trifft mich zwar dennoch ab und an wie ein Schlag ins Gesicht, doch das Gesamtbild meiner Erfahrung versetzt kraftvoll jedes Detail in Relation. So lässt sich ein kalter undankbarer Vormittag bei warmen Kaffee, einer vernünftigen Dusche oder einer soliden Aussicht über einer wunderschönen Stadt beispielsweise schnell vergessen.

 

Weiter geht es mit zwei Algeriern, die sich, für die Fahrt nach Besançon, von mir etwas Geld erhoffen. Als ich ihnen zu verstehen gebe, dass ich auf meiner Reise ohne viel Geld unterwegs bin, schaffen sie selbstverständlich Platz in ihrem Transporter und schon geht es los. Über eine Landstraße, sie vermeiden die direkte, mautpflichtige Autobahn.

An einer Tankstelle mache ich es mir in der Sonne bequem und genieße die warmen Strahlen. Dabei vertilge ich mein Mittag und halte mein Schild gegen die Sonne. „Dijon“ zeigt es in schwarz-blauen Lettern. Vorbeilaufende Menschen blicken mich interessiert an. Von Zeit zu Zeit ein Fünkchen Mitleid. Aber ich habe bei weitem keinen Grund dafür bemitleidet zu werden!

Großelterlich werden unabhängig voneinander zwei ältere Menschen auf mich aufmerksam und beschließen mir zu helfen. Sie geben der Tankstellen-Angestellten Anweisungen mein Schild neu aufzusetzen". Darauf zu sehen ist nun der selbe Schriftzug, mit dem Zusatz „A36“ der auf die Autobahn verweist. Viel verstehen kann ich nicht, doch ihre Fürsorge ist herzlich! Im Gehen zückt der Mann einen 10 Euro-Schein und reicht ihn mir, so sehr ich diesen ablehnen möchte, schon geht er weiter.

 

Meine Richtung ändert sich. Statt Dijon wird nun Lyon auf direktem Weg mein Ziel. Ein Mann, der mich zur nächsten „Péage“, der Mautstation fährt empfiehlt mir dies. Nicht lange habe ich zu warten, da sitze ich auch schon im Auto eines Mannes, der mich direkt ins Stadtzentrum Lyons bringt. Ein richtiger Glückstreffer. An diesem Tag schaffe ich eine relativ weite Strecke zurückzulegen und komme mit einem Lächeln auf dem Gesicht, im wunderschönen Lyon, an. Ich bin müde, der Tag war lang. Ich treffe einen Gentleman, der mich auf einen Tee in sein Luxus Apartment, direkt an der Rhône, einlädt. Die fünfte Etage bietet mir eine einmalige Sicht über einen Teil der Stadt und vor allem auf die gegenüberliegende Kathedrale, die mächtig auf einem am Rande gelegenen bewohnten Hügel prangt. Er bietet mir eine Übernachtung an, Couchsurfing ist großartig!

 

Am nächsten morgen begebe ich mich mit samt meines Gepäcks, an das ich mich nun gewöhnt habe, in die Stadt. Ab und zu zieht es mich in eine Boutique zum Verweilen oder gelegentlichen Aufwärmen. Kleine urige Läden gibt es hier zur Genüge, alle strahlen sie eine wohlige, gemütliche Atmosphäre aus. Keiner gleicht dem nächsten, und sie sind perfekt, katalogreif! Es macht mir großen Spass Lyon zu entdecken und unter uns, ein bisschen habe ich mich schon verliebt.

 

Gegen Mittag treffe ich Julia, aus Deutschland, die in Lyon ihren Europäischen Freiwilligendienst leistet. Sie hat sich in der Stadt schon gut eingelebt und kennt sich natürlich schon aus. Nachdem ich meinen großen Rucksack in ihrer kleinen, aber super zentral gelegenen Wohnung abgestellt habe, gehen wir gemeinsam ein Stück durchs Viertel und kommen schließlich in einer Bibliothek an, die uns einen warmen, gemütlichen Platz zum sitzen bietet, und Internet. Später laufen wir noch über einen Markt und kaufen lokale Köstlichkeiten. Julia ist dann bis Abends beim Sport und ich bin wieder unterwegs in der Stadt.

Mit leichten Schritten und spürbar wenig Gepäck, tragen mich meine Füße auf den Fourvière-Hügel, der mit einem unfassbar schönem Ausblick über der Stadt wacht. Dort oben thront die Basilika Notre-Dame de Fourvière, die Teil des UNESCO Weltkulturerbes ist. Diese aus der Nähe zu sehen beeindruckt mich, ins Innere kann ich leider nicht, da gerade eine heilige Messe stattfindet. Die meisten Kirchen hier sind katholisch.

 

Bevor ich mich an diesem Abend zur Nachtruhe begebe, einen Schlafplatz stellt mir Julia sicher, die ebenfalls Couchsurferin ist, treffe ich mich mit einer Freundin von ihr zu einem Couchsurfing-Event. Ein Spieleabend, in einem eigens dafür vorgesehenem Café, - dass es so etwas gibt!? Der Abend verläuft super, wir haben viel zu lachen. Die internationale Gruppe ist großartig! Das Lokal lebt, wie mir gesagt wird, ausschließlich durch die Einnahmen der Getränke. Der Beitrag von 3€ für den Abend ist eher symbolisch, und die enorme Auswahl der unterschiedlichsten Brettspiele definitiv wert. Dies also am Rande als kleiner Tipp für die Freundinnen und Freunde des Spielens.

Auf dem Heimweg mit Jule, ebenfalls aus Deutschland, die auch bei Julia übernachtet, komme ich noch an einem Straßen-Festival vorbei, dass zu Ehren der neuen Wein-Charge einer bestimmten Sorte gehalten wird. Für 30€ ist einem der Eintritt mit inklusiver Verkostung gewährt. Auf den Straßen ist die Polizei und sogar Armee mit Maschinengewehren präsent. Sicherlich zum Schutz, besonders sicher fühle ich mich dabei allerdings nicht.

Die erste Woche meiner Reise verstreicht wie im Flug und dennoch erlebe ich sie wie eine Ewigkeit, mit nimmer endenden, neuen Erlebnissen. Die Spannung bleibt. Weiter geht es, Richtung Süden.

 

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Endlich angekommen!

Der Start meines neuen Lebens

Während ich diesen ersten Eintrag für meinen damit offiziell begonnenen Blog schreibe, sitze ich in meinem etwas schäbigen, für Sydney aber verhältnismäßig billigen Hostel, im nimmermüden Chinatown und realisiere das erste Mal, dass ich nun schon nahezu drei Wochen in Australien bin. Wahnsinn, drei ganze Wochen, es fühlt sich eher wie eine Woche an.

Erinnere ich mich an die Zeit kurz vor dem Beginn meiner Reise, kann ich nur erstaunt den Kopf schütteln. Die Wolken, mal dicht und gräulich regnerisch, mal durchsichtig und sommerlich weiß, die Berlin und auch meine Zukunft vor der Abreise verschleiert hatten, haben sich, wie auch das Wetter in Sydney, in Sonne aufgelöst und geben nun den Blick auf einen klaren, blauen Himmel frei. Meine bisherige Zeit in Sydney war ein einziges Abenteuer, die Entscheidung meine zweijährige Reise anzutreten die bisher beste meines Lebens.

Aber beginnen wir von vorne. Ich stieg am 12. Oktober in Berlin in den Flieger. Meine Reise dauerte ungefähr einen ganzen Tag. Das war hart, das Essen im Flugzeug härter. Es war unfassbar schlecht. Dafür durfte ich mit dem Airbus A380 fliegen, dem größten Flugzeug der Welt. Ein Meisterwerk der Technik. Dann, endlich kam ich in Australien an. Ohne Plan, ohne den leisesten Schimmer was mich erwarten würde. Der Plan, keinen Plan zu haben, war der beste Plan überhaupt! Sydney ist eine fantastische Stadt. Sie hat einen spürbar eigenen Puls. Diese Stadt ist niemals ruhig, sie schläft nicht. Was mich beeindruckt an der Stadt ist ihre Diversität. Nicht nur die architektonischer Art, mit den starken Kontrasten zwischen moderner und kolonialer Bauweise oder den riesigen Parks und dem einzigartigen Botanischen Garten, die hier omnipräsente kulturelle und ethnische Diversität raubt den Atem eines jeden Neuankömmlings.

All die Ängste, die Zweifel, auch wenn sie noch so klein, sind natürlicher Teil der Vorbereitung einer solchen Reise. Es ist menschlich. Angst ist wichtig, eine Art evolutionärer Lebensversicherung. Doch sobald ich hier ankam und der schrecklich nervige Jetlag überwunden war, wurden all diese Ängste und kleinen, Zweifel hinweggespült von der Wucht und Intensität des Backpackerlebens. Ein Leben ohne Alltag, die ständige Existenz außerhalb der eigenen Komfortzone. Für mich die Definition von Abenteuer. Ein Leben bestimmt von der Irrationalität des Zufalls macht jeden Tag einzigartig, vorausgesetzt man sucht danach.

Hostels sind der perfekte Ort um dieses Lebensgefühl zu finden. Ich habe schon so viele interessante, freundliche Menschen kennengelernt in Hostels. Die verrücktesten Geschichten erlebt und erzählt bekommen. Aber dazu später mehr.

Und bevor ich es vergesse. Einen Job habe ich auch schon gefunden. Genauer gesagt zwei. Beide im Hospitality Business, in welchem ich aus Berlin noch, einige Erfahrung habe. Ich hatte dabei sehr viel Glück, die Jobs sind besser als ich es mir hätte wünschen können. Die Bezahlung ist traumhaft, verglichen mit Deutschland. Das wurde auch langsam Zeit, es ist nämlich verdammt teuer hier!

 

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